Clubbing & Nachtleben

DJs im Forsthaus Mühlthal: Warum lokale Bookings jetzt boomen

400 Personen fasst das Forsthaus Mühlthal laut dem Eintrag bei Resident Advisor. Die Zahl ist für eine Veranstaltungsstätte im Würmtal nicht nebensächlich.

DJs im Forsthaus Mühlthal: Warum lokale Bookings jetzt boomen

DJs im Forsthaus Mühlthal: Warum lokale Buchungen jetzt boomen

Sie markiert die Kapazitätsgrenze eines Ortes, der drei unterschiedliche Bereiche verbindet: einen Clubraum im Untergeschoss, eine Freiluftbühne und eine Dachterrassenbar.

Genau diese Kombination erklärt, warum DJ-Buchungen im Forsthaus Mühlthal für Veranstalter und Publikum interessant sind. Es geht nicht nur um den Namen auf dem Plakat. Entscheidend sind Raumfolge, Anreise, Einlass, Lärmschutz und die Frage, wie ein Abend mit regionalen Künstlern logistisch funktioniert. Das U-124 im Forsthaus Mühlthal ist deshalb weniger ein einzelner Club als ein System aus mehreren Veranstaltungsflächen.

Die Architektur des Sounds: drei Bereiche, drei Funktionen

Das Forsthaus Mühlthal liegt an der Würm im Mühlthal 124, 82319 Starnberg. Die Lage unterscheidet sich klar von klassischen Innenstadtkellern. Es gibt keinen kompakten Raum, in dem sich das gesamte Publikum über mehrere Stunden auf dieselbe Tanzfläche konzentriert. Stattdessen verteilt sich der Abend über drei Ebenen.

Der Clubraum im Untergeschoss bildet den technisch kontrollierbaren Kern der Anlage. Dort stehen Nebelmaschinen und eine Lichtshow zur Verfügung. Für elektronische Musik ist das relevant, weil sich Lautstärke, Licht und Raumwirkung in einem geschlossenen Bereich präziser steuern lassen als im Außenbereich. Der Keller kann damit die Funktion übernehmen, die eine Freiluftbühne aus Lärmschutzgründen nicht dauerhaft erfüllen kann.

Die Außenbühne erweitert das Gelände um eine zweite akustische und soziale Zone. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel verändert sich die Verteilung des Publikums. Einige Gäste bleiben vor der Bühne, andere bewegen sich zwischen den Bereichen oder nutzen die Bar. Der Veranstalter kann dadurch unterschiedliche Phasen eines Abends abbilden, ohne das Programm allein über den Wechsel der DJs organisieren zu müssen.

Die Dachterrassenbar ergänzt dieses Modell. Sie verfügt über einen Raucher- und einen Ruhebereich. Das ist kein dekoratives Detail, sondern eine Frage der Aufenthaltsqualität und der Besucherströme. Wer kurz aus der Tanzfläche herausgeht, muss die Veranstaltung nicht verlassen. Für die Infrastruktur einer Location mit begrenzter Kapazität ist das ein Vorteil: Die Crowd verteilt sich, anstatt sich dauerhaft an einem einzigen Punkt zu verdichten.

BereichPrimäre FunktionBedeutung für die Veranstaltung
Clubraum im UntergeschossTanzfläche und kontrollierter InnenbetriebLicht, Nebel und Musik lassen sich unabhängig vom Wetter einsetzen
FreiluftbühneProgramm unter freiem HimmelErweitert die Fläche und schafft einen eigenen Veranstaltungsabschnitt
DachterrassenbarRaucher-, Ruhe- und AufenthaltsbereichEntlastet die Tanzfläche und verteilt die Gäste über das Gelände

Diese räumliche Aufteilung verändert auch die Anforderungen an die DJ-Auswahl. Ein Künstler, der im Untergeschoss mit dichter Beleuchtung und begrenztem Raum funktioniert, muss nicht automatisch zur Außenbühne passen. Umgekehrt braucht ein Auftakt im Freien häufig eine andere Dramaturgie als die spätere Phase im Clubraum.

Der entscheidende Wettbewerbsvorteil des Forsthauses ist nicht die Größe allein. Es ist die Möglichkeit, einen Abend über mehrere Räume zu organisieren.

Vorverkauf und Programm: Warum lokale Namen wirtschaftlich sinnvoll sind

Bei DJ-Buchungen im oberbayerischen Raum wird häufig zuerst auf den Namen geschaut. Für Veranstalter ist das nur ein Teil der Rechnung. Ein bekannter Künstler kann Aufmerksamkeit erzeugen, verursacht aber in der Regel höhere Kosten und bringt nicht automatisch ein passendes Publikum für die konkrete Location.

Lokale und regionale DJs bieten ein anderes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ihre Einbindung kann die Veranstaltung näher an der tatsächlichen Szene des Fünfseenlands ausrichten. Das betrifft Starnberg ebenso wie die Verbindungen zur Münchner Clubszene und zu elektronischen Musikveranstaltungen in Oberbayern.

Im Forsthaus Mühlthal traten bei früheren Techno- und Elektronikveranstaltungen unter anderem A.D.H.S., Mimi Love, Andreas Rauscher, SILSAN und Thomas Stieler auf. Diese Namen zeigen eine programmatische Breite innerhalb der elektronischen Szene. Sie belegen aber nicht, dass jede Veranstaltung nach demselben Muster funktioniert. Eine vollständige Liste kommender Buchungen liegt nicht vor. Auch aktuelle Honorare lokaler DJs sind nicht öffentlich dokumentiert.

Für die Bewertung des Modells ist diese Einschränkung wichtig. Der Erfolg lokaler Buchungen lässt sich nicht allein an einzelnen Künstlernamen festmachen. Er entsteht aus mehreren Faktoren:

  • Ein regionaler DJ kennt die musikalischen Erwartungen des Publikums im Umfeld von Starnberg und München.
  • Veranstalter können das Programm auf die räumlichen Bedingungen der Location abstimmen.
  • Mehrere lokale Künstler ermöglichen einen längeren Abend mit unterschiedlichen Energiephasen.
  • Die Anreise der Künstler ist im Vergleich zu internationalen Gastauftritten organisatorisch einfacher.
  • Das Budget lässt sich stärker auf Technik, Personal, Shuttle und Sicherheitskonzept verteilen.

Der Vorverkauf profitiert zudem von der regionalen Erreichbarkeit. Ein Gast, der eine Veranstaltung in Starnberg kennt und den Bahnhof Starnberg Nord ohne größeren Aufwand erreicht, benötigt weniger Überzeugung als ein Publikum, das eigens aus einer anderen Region anreisen müsste. Das senkt nicht automatisch den Ticketpreis. Es verringert aber die Eintrittshürden.

Für Besucher bedeutet das: Der Ticketkauf sollte nicht isoliert betrachtet werden. Der Preis steht im Verhältnis zu Programm, Veranstaltungsdauer, den verfügbaren Flächen und der Anreiseorganisation. Ein günstiger Eintritt verliert an Wert, wenn die Rückfahrt ungeklärt ist. Ein höherer Preis kann nachvollziehbar sein, wenn mehrere Bereiche, ein abgestimmtes Programm und ein Shuttle-System enthalten sind. Entscheidend bleibt das konkrete Angebot des jeweiligen Veranstalters.

Anreise: Der Shuttle ist Teil des Produkts

Das Forsthaus Mühlthal liegt nicht in einer Fußgängerzone. Die Adresse an der Würm schafft räumliche Distanz zum Bahnhof und zu den dicht besiedelten Bereichen Starnbergs. Für den Veranstaltungsbetrieb ist das eine logistische Aufgabe, keine Nebensache.

Bei Partyevents steht ein Shuttle-Bus ab Bahnhof Starnberg Nord zur Verfügung. Die Hin- und Rückfahrt kostet 3 Euro pro Person. Bei größeren Veranstaltungen gibt es Verbindungen bis Gauting und München-Pasing. Damit wird die Anreise zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungsmodells.

Die Reihenfolge ist für Besucher klar:

1. Ticket und Anreiseplan prüfen. Entscheidend ist, ob der Shuttle für das konkrete Event angeboten wird und von welchem Abfahrtsort er startet.

2. Zum Bahnhof Starnberg Nord gelangen. Der Bahnhof dient als zentraler Sammelpunkt für die Verbindung zur Location.

3. Hin- und Rückfahrt organisieren. Der Shuttlepreis von 3 Euro pro Person ist überschaubar, aber die Kapazität des Busses bleibt begrenzt.

4. Ankunft am Forsthaus einplanen. Bei höherem Andrang kann es zu Wartezeiten kommen. Das betrifft besonders den Beginn und das Ende der Veranstaltung.

5. Rückfahrt nicht erst beim Verlassen klären. Nach Ende des Programms konzentriert sich die Nachfrage auf ein kurzes Zeitfenster.

Für die Veranstaltungslogistik hat ein Shuttle zwei Funktionen. Er verbessert die Erreichbarkeit und reduziert den Druck auf private Fahrzeuge. Gerade bei Veranstaltungen mit elektronischer Musik ist die Rückfahrt ein zentraler Teil des Sicherheitskonzepts. Die Verbindung ab Starnberg Nord ersetzt keine individuelle Planung, sie macht sie aber einfacher.

Bei größeren Terminen reicht das Netz bis Gauting und München-Pasing. Das erweitert den potenziellen Einzugsbereich. Gleichzeitig steigt der Koordinationsaufwand. Mehr Haltepunkte bedeuten mehr Fahrzeiten, mehr Abstimmung und eine größere Abhängigkeit von der tatsächlichen Auslastung. Ein Shuttle ist daher kein unbegrenztes Transportangebot. Er ist eine Infrastruktur mit eigener Kapazitätsgrenze.

Die Standortfrage beeinflusst auch das Publikum. Das Forsthaus Mühlthal kann Gäste aus Starnberg ansprechen, ohne ausschließlich von spontanen Laufkundschaft zu leben. Das ist für elektronische Veranstaltungen relevant. Die Besucher entscheiden sich in der Regel gezielt für den Termin und das Programm. Die Veranstaltung wird zum Ziel, nicht zum zufälligen Zwischenstopp.

Einlass: Wo die räumliche Planung sichtbar wird

Am Einlass trifft die theoretische Kapazität auf die tatsächliche Organisation. Rund 400 Personen sind für die Location angegeben. Diese Zahl beschreibt die maximale Größenordnung, nicht zwingend die Zahl der gleichzeitig frei beweglichen Gäste in jedem einzelnen Bereich.

Wenn sich ein Teil des Publikums an der Außenbühne aufhält, andere Besucher zur Dachterrassenbar wechseln und die Tanzfläche im Untergeschoss genutzt wird, verteilt sich die Belastung. Bei einem schlecht abgestimmten Ablauf entstehen trotzdem Engpässe. Das kann den Zugang, die Garderobe, die Bar oder die Wege zwischen den Ebenen betreffen.

Für den Einlass sind daher mehrere Faktoren entscheidend:

  • Zeitliche Verteilung: Kommen die meisten Gäste kurz vor dem ersten Höhepunkt, entsteht eine Warteschlange, selbst wenn die Gesamtkapazität der Location nicht erreicht ist.
  • Ticketkontrolle: Ein digitaler oder klar organisierter Zugang beschleunigt den Einlass und reduziert Rückfragen.
  • Shuttle-Ankunft: Wenn mehrere Busse nahezu gleichzeitig eintreffen, entsteht kurzfristig zusätzlicher Druck am Eingang.
  • Bereichswechsel: Die Besucher müssen sich zwischen Untergeschoss, Außenbühne und Dachterrassenbar bewegen können, ohne dass einzelne Übergänge blockiert werden.
  • Sicherheitsvorgaben: Die zulässige Belegung einzelner Flächen kann von der Gesamtzahl der Location abweichen.

Für das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dieser Punkt nicht unwichtig. Eine Veranstaltung mit 400 Gästen kann sich sehr unterschiedlich anfühlen, je nachdem, wie die Fläche genutzt wird. Eine große Zahl auf dem Papier sagt wenig über Bewegungsfreiheit oder Wartezeiten aus. Die Qualität liegt in der Verteilung.

Das erklärt auch, warum lokale DJs für eine solche Location strategisch interessant sind. Wer wiederholt in vergleichbaren Räumen auftritt, kann das Tempo des Abends besser auf die tatsächliche Besucherbewegung abstimmen. Das ist keine Garantie für einen reibungslosen Ablauf. Es schafft aber eine bessere Grundlage als ein Programm, das allein auf den Werbewert eines Namens setzt.

Kuratierung statt austauschbarer Großveranstaltung

Die Münchner Clubszene bietet ein dichtes Angebot an elektronischer Musik. Für eine Veranstaltung in Starnberg stellt sich deshalb eine klare Positionierungsfrage: Warum soll das Publikum ins Würmtal fahren, wenn es in München ebenfalls Techno-Partys und Club-Events gibt?

Die Antwort liegt nicht in einer künstlichen Abgrenzung. Das Forsthaus Mühlthal hat andere Bedingungen. Die Location verbindet Naturraum, Außenfläche, Innenclub und Dachterrassenbar. Daraus kann ein eigenständiges Veranstaltungskonzept entstehen, sofern die Buchung zur Infrastruktur passt.

Ein lokales Booking funktioniert dann, wenn drei Ebenen zusammenpassen:

Musikalische Passung

Der DJ muss nicht zwingend über eine internationale Bekanntheit verfügen. Er muss den musikalischen Rahmen des Abends verstehen. Bei elektronischer Musik ist der Übergang zwischen verschiedenen Spielarten entscheidend. Ein Programm kann zwischen Techno, House und verwandten Formen wechseln, ohne beliebig zu wirken. Dafür braucht es eine erkennbare Kuratierung.

Räumliche Passung

Ein Künstler für die Freiluftbühne steht vor einer anderen Aufgabe als ein DJ im Kellerclub. Draußen verändern Wetter, Tageszeit und Lärmschutz die Bedingungen. Im Untergeschoss sind Licht, Nebel und Akustik stärker kontrollierbar. Die Buchung sollte diese Unterschiede berücksichtigen.

Publikumspassung

Das Nachtleben im Fünfseenland ist nicht identisch mit dem Münchner Nachtleben. Gäste aus Starnberg, Gauting, München-Pasing und dem weiteren Umfeld bringen unterschiedliche Anreisewege und Erwartungen mit. Ein regionales Programm kann diese Gruppen verbinden, wenn es nicht nur über den größten Namen verkauft wird.

Frühere Veranstaltungen wie „Deep in Forest Open Air-Summer Closing“ am 13. August 2022 und „Deep in Forest – Season Closing“ am 2. September 2023 zeigen, dass saisonale Formate für den Ort eine Rolle spielen. Daraus lässt sich kein allgemeiner Trend für alle folgenden Jahre ableiten. Es zeigt aber, wie sich eine Location mit Außenbereich programmatisch positionieren kann: über einen klaren Anlass, eine begrenzte Saison und einen Wechsel zwischen Freiluft- und Innenbetrieb.

Das Konzept ist damit näher an einer kuratierten Veranstaltungsreihe als an einem beliebigen Clubabend. Für das Publikum entsteht ein konkreter Grund zur Anreise. Für den Veranstalter entsteht eine programmatische Klammer, unter der mehrere DJs und Veranstaltungsbereiche zusammengeführt werden können.

Lärmschutz und Natur: Der Außenbereich hat Grenzen

Die Lage an der Würm ist ein Teil der Identität des Forsthauses. Gleichzeitig begrenzt sie den Veranstaltungsbetrieb. Freiluftveranstaltungen unterliegen Lärmschutzauflagen. Musik kann im Außenbereich daher nicht ohne zeitliche Einschränkung bis tief in die Nacht fortgesetzt werden.

Für die Dramaturgie des Abends ist das ein zentraler Punkt. Die Freiluftbühne kann den frühen oder mittleren Veranstaltungsabschnitt tragen. Später verlagert sich der Betrieb in den Clubraum. Das ist nicht bloß eine technische Notlösung. Es kann als Übergang geplant werden.

Ein sinnvoller Ablauf berücksichtigt:

  • die zulässigen Zeiten für Musik im Außenbereich,
  • den Übergang von der Freiluftbühne in den Kellerclub,
  • die Lautstärke und Richtung der Beschallung,
  • die Wege der Besucher zwischen den Bereichen,
  • die Kommunikation des Zeitplans im Vorverkauf und am Veranstaltungstag.

Die Naturkulisse erzeugt dabei keinen Freibrief für ein erweitertes Nachtprogramm. Für Veranstalter ist die Infrastruktur nur dann belastbar, wenn sie mit den Auflagen vereinbar bleibt. Für Gäste bedeutet das, dass der Außenbereich nicht automatisch bis zum Ende des Abends geöffnet bleibt.

Gerade lokale Buchungen können hier Vorteile haben. Ein regionaler Veranstalter, der häufiger mit derselben Location arbeitet, kann Programm und Technik besser auf die räumlichen Grenzen abstimmen. Das betrifft die Reihenfolge der DJs ebenso wie den Zeitpunkt des Wechsels in den Innenbereich. Ein internationaler Gastauftritt mit hoher Erwartung an eine bestimmte Bühnenzeit ist unter diesen Bedingungen nicht immer die effizienteste Lösung.

Der Begriff „Open Air“ beschreibt deshalb nur einen Teil des Produkts. Im Forsthaus Mühlthal entsteht der Abend aus dem Wechsel von Außen- und Innenraum. Wer ausschließlich eine lange Nacht unter freiem Himmel erwartet, bewertet das Konzept falsch. Die Stärke liegt in der Kombination.

Kapazitätsgrenze und Crowd-Management

Die angegebene Kapazität von rund 400 Personen setzt dem Wachstum klare Grenzen. Das Forsthaus Mühlthal kann seine Reichweite über ein gutes Programm, regionale Netzwerke und eine organisierte Anreise erhöhen. Die Zahl der gleichzeitig anwesenden Gäste lässt sich dadurch nicht beliebig ausweiten.

Für Veranstalter entstehen daraus mehrere betriebliche Fragen. Wie viele Tickets werden im Vorverkauf angeboten? Wie viele Gäste kommen erfahrungsgemäß früh? Wie verteilt sich der Besucherstrom zwischen Außenbühne und Clubraum? Welche Fläche bleibt für Personal, Technik und Sicherheitswege frei?

Eine größere Veranstaltung mit Anbindungen bis Gauting und München-Pasing muss nicht zwingend die maximale Belegung erreichen. Die zusätzlichen Shuttle-Verbindungen vergrößern zunächst den Einzugsbereich. Sie erhöhen aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass viele Gäste in ähnlichen Zeitfenstern eintreffen. Das macht eine präzise Zeitplanung wichtiger.

Auch die Bar und die Ruhebereiche gehören zum Crowd-Management. Wenn die Dachterrassenbar ausreichend genutzt wird, entlastet sie die Tanzfläche. Wenn alle Besucher gleichzeitig den Clubraum ansteuern, hilft die räumliche Trennung allein nicht. Die Infrastruktur wirkt nur in Verbindung mit einem passenden Programm und einem kontrollierten Ablauf.

Das ist der Punkt, an dem sich professionelle Veranstaltungsplanung von reiner Künstlerwerbung unterscheidet. Ein DJ kann Aufmerksamkeit erzeugen. Der Ablauf entscheidet, ob diese Aufmerksamkeit in einen funktionierenden Abend übersetzt wird.

Für Gäste lässt sich die Qualität einer Veranstaltung deshalb an konkreten Signalen ablesen:

  • Ist die Anreise ab Starnberg Nord nachvollziehbar beschrieben?
  • Sind Shuttlezeiten und Rückfahrt klar kommuniziert?
  • Wird der Wechsel zwischen Außenbühne und Clubraum im Programm berücksichtigt?
  • Passt die erwartete Besucherzahl zur angegebenen Kapazität?
  • Gibt es ausreichend Aufenthaltsbereiche außerhalb der Tanzfläche?
  • Wird der Lärmschutz als Teil des Ablaufs behandelt und nicht erst am Abend thematisiert?

Diese Punkte sind nüchterner als die üblichen Werbeversprechen. Sie sagen aber mehr über die Belastbarkeit eines Veranstaltungskonzepts aus.

Was der Boom lokaler DJ-Buchungen tatsächlich bedeutet

Von einem Boom zu sprechen, ist ohne vollständige Markt- und Buchungsdaten eine Einordnung, keine gemessene Statistik. Für das Forsthaus Mühlthal lässt sich der Erfolg lokaler DJs vor allem strukturell erklären.

Erstens passt die regionale Herkunft vieler Künstler zur Größe der Location. Bei einer Kapazität von etwa 400 Personen muss ein Veranstalter kein Stadionmodell imitieren. Die Zielgruppe kann präzise angesprochen werden.

Zweitens erhöht die Mehrbereichsstruktur den Wert einer sorgfältigen Programmplanung. Ein Abend kann im Freien beginnen, im Kellerclub verdichtet werden und in der Dachterrassenbar Aufenthaltsräume anbieten. Dafür ist ein abgestimmtes Ensemble von DJs oft sinnvoller als ein einzelner teurer Name.

Drittens reduziert der Shuttle ab Starnberg Nord die Nachteile der abgelegenen Lage. Die Location bleibt vom Bahnhof aus erreichbar, ohne dass jeder Gast ein eigenes Fahrzeug benötigt. Für größere Veranstaltungen wird das Konzept bis Gauting und München-Pasing erweitert.

Viertens schafft der Lärmschutz eine natürliche Dramaturgie. Die Begrenzung des Außenbetriebs zwingt den Veranstalter zu einem Wechsel in den Innenraum. Aus einer Einschränkung kann ein klarer Ablauf entstehen, sofern er im Vorverkauf und in der Kommunikation berücksichtigt wird.

Fünftens konkurriert das Forsthaus nicht ausschließlich über Größe mit München. Es bietet eine andere Kombination aus Lage, Raumfolge und regionalem Programm. Das ist besonders für Gäste relevant, die elektronische Musik im Umfeld des Starnberger Sees suchen, aber nicht jeden Abend in die Münchner Innenstadt fahren möchten.

Der lokale Markt ist damit nicht automatisch einfacher. Die Zahl der verfügbaren Gäste bleibt begrenzt. Die Kapazitätsgrenze der Location setzt dem Wachstum ein Ende. Auch die Infrastruktur muss bei größeren Terminen mitwachsen. Ein Shuttle, ein funktionierender Einlass und ein belastbares Lärmschutzkonzept sind keine Zusatzleistungen, sondern Voraussetzungen.

Fazit: Lokale Buchungen sind hier entweder passend geplant oder nicht wettbewerbsfähig

Das Forsthaus Mühlthal hat mit dem U-124, der Freiluftbühne und der Dachterrassenbar eine Infrastruktur, die regionale DJ-Buchungen begünstigt. Der Standort funktioniert, wenn Veranstalter die drei Bereiche als zusammenhängendes System behandeln. Dazu gehören ein passendes Programm, eine klare zeitliche Dramaturgie, der Shuttle ab Starnberg Nord und ein Einlasskonzept für eine Kapazität von rund 400 Personen.

Die lokale Szene gewinnt dort nicht, weil bekannte Namen grundsätzlich unwichtig wären. Sie gewinnt, weil regionale Künstler besser in eine begrenzte, mehrteilige und lärmgeschützte Veranstaltungsstruktur integriert werden können. Das Preis-Leistungs-Verhältnis entsteht aus dem Gesamtpaket, nicht aus dem Künstlernamen allein.

Das binäre Fazit lautet: Ja, lokale DJ-Buchungen sind im Forsthaus Mühlthal wettbewerbsfähig – wenn Programm, Räume und Logistik gemeinsam geplant werden. Nein, ein einzelner Name reicht nicht aus, wenn Shuttle, Einlass und Wechsel in den Clubraum ungeklärt bleiben.

Häufige Fragen

Wie viele Personen passen in das Forsthaus Mühlthal?
Die Kapazitätsgrenze der Veranstaltungsstätte liegt bei etwa 400 Personen.
Wie komme ich zum Forsthaus Mühlthal?
Bei Partyevents wird ein Shuttle-Bus ab dem Bahnhof Starnberg Nord angeboten. Bei größeren Veranstaltungen kann das Netz bis Gauting und München-Pasing erweitert werden.
Warum sind lokale DJs für das Forsthaus Mühlthal wirtschaftlich sinnvoll?
Regionale Künstler bieten ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und lassen sich besser auf die räumlichen Bedingungen sowie die musikalischen Erwartungen des Publikums im Fünfseenland abstimmen.
Kann man im Forsthaus Mühlthal die ganze Nacht draußen feiern?
Nein, aufgrund von Lärmschutzauflagen ist der Betrieb im Außenbereich zeitlich begrenzt, weshalb sich das Programm im Verlauf des Abends in den Clubraum im Untergeschoss verlagert.
Welche Bereiche stehen bei einer Veranstaltung zur Verfügung?
Die Location umfasst einen technisch kontrollierbaren Clubraum im Untergeschoss, eine Freiluftbühne für den Außenbereich sowie eine Dachterrassenbar als Ruhe- und Raucherbereich.