Raves in Starnberg: 3 Events für Techno-Fans
1.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche, drei Areas und ein Shuttlebus mit kurzer Fahrzeit: Das ist die operative Basis der Starnberger Rave-Szene. Wer im Fünfseenland elektronische Musik sucht, landet häufig am Forsthaus Mühlthal.

Der Veranstaltungsort im Ortsteil Mühlthal liegt nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, ist aber nicht an eine eigene S-Bahn-Station angeschlossen. Daneben verteilt sich das Programm auf kleinere Floors in Nachbargemeinden wie Bernried am Starnberger See.
Wer nach raves starnberg elektronische musik sucht, findet deshalb keine dicht besetzte Clublandschaft, sondern eine Szene mit einem klaren Schwerpunkt. Das Forsthaus Mühlthal bündelt die größeren Formate, während kleinere Adressen und die Münchner Clubs das Angebot ergänzen. Für Besucher sind dabei nicht nur Line-up und Musikrichtung entscheidend. Auch die Aufteilung der Areas, die geltenden Lärmschutzregeln und die Rückfahrt nach dem letzten Set bestimmen, wie sich ein Abend tatsächlich anfühlt.
Forsthaus Mühlthal: Epizentrum der elektronischen Musik im Fünfseenland
Das Forsthaus Mühlthal liegt im gleichnamigen Ortsteil an der Würm. Die Adresse lautet Mühlthal 124, 82319 Starnberg. Aus dem früheren Ausflugsgasthof ist ein Veranstaltungsort geworden, der mehrere Situationen gleichzeitig abbilden kann: Indoor-Clubnacht, Open-Air-Programm und längere Day-to-Night-Veranstaltung.
Die Fläche ist in drei klar unterscheidbare Bereiche gegliedert. Der Basement-Clubraum bildet das Zentrum des Indoor-Programms. Dort findet der Teil des Abends statt, für den die meisten Gäste kommen: dichter Sound, wenig Ablenkung und ein Floor, der auch dann funktioniert, wenn draußen längst Schluss sein muss. Dazu kommen eine Freiluft-Bühne und eine Rooftop-Bar. Letztere ist weniger ein zweiter Tanzboden als eine Rückzugs- und Pausenfläche. Wer einmal für zehn Minuten aus dem Bass herauswill, bleibt trotzdem im Veranstaltungsgeschehen.
Die Gesamtfläche übersteigt 1.000 Quadratmeter und verteilt sich auf mehrere Ebenen. Eine offiziell kommunizierte Maximalkapazität ist nicht für jede Veranstaltung gleichermaßen ausgewiesen. Das ist bei einem Ort mit wechselnden Formaten nicht ungewöhnlich: Die zulässige Besucherzahl hängt nicht allein von der Grundfläche ab, sondern auch von Bühnenaufbau, Fluchtwegen, Bestuhlung, Außenflächen und der jeweiligen Genehmigung.
Starnberg hat keinen zentralen Großraumclub. Die Szene sitzt im Mühlthal, der Rest verteilt sich auf kleinere Floors im Umland.
Der Vorteil der drei Areas liegt in der parallelen Programmierung. Ein größerer Abend kann einen Mainfloor für Techno, einen zweiten Floor für eine härtere oder melodischere Spielart und einen Außenbereich für die Übergänge zwischen Tag und Nacht kombinieren. Die Besucher wechseln dadurch nicht nur zwischen DJs, sondern auch zwischen unterschiedlichen Raumgefühlen. Im Basement wird der Sound körperlicher und konzentrierter. Im Garten oder auf der Außenfläche entsteht mehr Bewegung, mehr Luft und bei Tagesveranstaltungen eine deutlich offenere Atmosphäre. Die Rooftop-Bar übernimmt die Funktion eines Zwischenraums.
Das Konzept ist allerdings wetter- und auflagenabhängig. Bei trockener Witterung kann der Außenbereich einen erheblichen Teil der Dramaturgie tragen. Bei Regen muss das Programm nach innen verlagert oder anders getaktet werden. Besucher sollten deshalb bei Open-Airs nicht nur auf die angekündigte Bühne achten, sondern auch damit rechnen, dass sich die Gewichtung des Abends verändert. Ein Outdoor-Set ist nicht automatisch garantiert, nur weil ein Event als Open Air angekündigt wird.
Drei Areas, aber kein beliebig großer Club
Die Größe des Geländes darf nicht mit der Kapazität einer Münchner Großraumdiskothek verwechselt werden. Das Forsthaus kann mehrere Floors anbieten, bleibt aber ein Veranstaltungsort mit begrenzten Zugängen und einer Umgebung, in der Rücksicht auf Anwohner und Naturräume eine Rolle spielt. Gerade bei stark nachgefragten Terminen kann das Gelände deshalb früh voll wirken, obwohl sich die Gäste auf mehrere Bereiche verteilen.
Für die Auswahl des Events sind drei Fragen sinnvoll:
- Welche Musik steht im Zentrum? Ein Techno-Floor ist nicht dasselbe wie ein HiTech-Floor oder ein Set mit Deep House und Downtempo.
- Wie lange läuft der Außenbereich? Bei vielen Formaten verschiebt sich der Schwerpunkt im Laufe des Abends nach innen.
- Wie wird die Rückfahrt organisiert? Das ist im Mühlthal kein nebensächliches Detail, sondern Teil der Abendplanung.
Akustisch ist das Basement der dominante Raum. Der eher rohe, kompakte Innenbereich erzeugt den Druck, den viele Gäste von Techno- und Hardtechno-Sets erwarten. Der Außenbereich klingt naturgemäß offener und weniger kontrolliert. Genau dieser Kontrast ist aber ein Teil des Formats. Die Veranstaltung lebt nicht nur von maximaler Lautstärke, sondern vom Wechsel zwischen konzentriertem Clubraum, Außenfläche und Pause.
HyPER DRiVE und Deep in Forest: Die prägenden Event-Reihen
Zwei Veranstalter beziehungsweise Veranstalterteams prägen das Programm im Mühlthal besonders deutlich: Escon Events mit der Reihe „Deep in Forest“ sowie die Crew hinter „HyPER DRiVE“. Beide Formate nutzen die vorhandene Infrastruktur, setzen aber unterschiedliche Akzente bei Genre, Tageszeit und Länge.
| Parameter | HyPER DRiVE | Deep in Forest |
|---|---|---|
| Format | Day-to-Night-Open-Air mit Indoor-Floors | Open-Air-Format mit Indoor-Anteil und saisonalem Schwerpunkt |
| Genres | Techno und HiTech | Techno, Deep House, Techhouse und Downtempo |
| Spielzeit | Lange Veranstaltungsdauer, teils bis in die Nacht | Je nach Ausgabe mehrtägig oder als Season Opening angelegt |
| Bühnenstruktur | Techno-Floor, HiTech-Floor und Garten-Outdoor | Mehrere Outdoor- und Indoor-Bereiche |
| Saisonstart 2024 | 8. Juni 2024 als Open-Air-Termin | 4. Mai 2024 als Season Opening |
| Veranstalter-Hintergrund | Crew-Konzept mit wechselnden Bookings | Escon Events, aktiv mit der Reihe seit 2015 |
HyPER DRiVE arbeitet mit einer deutlichen Genretrennung. Der Techno-Floor richtet sich an ein breites Publikum innerhalb der Szene. Der HiTech-Floor spricht die härtere Fraktion an und setzt auf ein höheres Tempo sowie eine intensivere Klangästhetik. Der Garten-Outdoorbereich verbindet beide Seiten. Tagsüber kann er als offenere Sonnen- und Aufenthaltsfläche funktionieren; später wird er zum Übergang zwischen den Floors.
Das Day-to-Night-Konzept verändert den Rhythmus des Abends. Gäste kommen nicht erst kurz vor Mitternacht, sondern können bereits am Tag einsteigen, mehrere Sets mitnehmen und den Wechsel vom Außen- in den Innenbereich miterleben. Das ist weniger ein klassischer Clubbesuch als ein längerer Veranstaltungsbogen. Wer nur zwei Stunden tanzen will, kann sich einzelne Programmteile herausgreifen. Wer die Veranstaltung als Ganzes besucht, sollte dagegen die Anreise, Pausen und Rückfahrt von Anfang an mitdenken.
Bei „Deep in Forest“ liegt der Schwerpunkt stärker auf dem Wechsel verschiedener elektronischer Stile. Techno bleibt der harte Kern, wird aber durch Deep House, Techhouse und Downtempo ergänzt. Dadurch entsteht ein breiteres Klangbild. Nicht jeder Floor muss zu jeder Zeit auf maximale Intensität zielen. Das Format kann deshalb auch für Besucher interessant sein, die elektronische Musik mögen, sich aber nicht den gesamten Abend in einem kompromisslosen Hardtechno-Set aufhalten möchten.
Escon Events veranstaltet seit 2015 subkulturelle Techno-Events im Mühlthal. Das Season Opening am 4. Mai 2024 markierte den Start in die Open-Air-Saison. Im September 2023 wurde eine Ausgabe vorzeitig beendet. Der Vorgang zeigt, dass die behördliche Seite bei Veranstaltungen dieser Größenordnung nicht bloß eine Formalität ist. Für Besucher bedeutet das: Selbst etablierte Reihen können durch Auflagen, Wetterbedingungen oder organisatorische Entscheidungen beeinflusst werden.
Der Ticketverkauf läuft veranstalterseitig, meist über die eigenen Kanäle der Crews sowie über regionale Event-Portale. Preise und Einlassbedingungen hängen vom jeweiligen Format ab. Ein mehrstündiges Open Air mit mehreren Floors ist nicht sinnvoll nach denselben Kriterien zu bewerten wie eine kurze Clubnacht. Verbindlich sind daher immer die Angaben zur konkreten Veranstaltung. Gerade bei Sonderformaten, Season Openings oder mehrtägigen Events können sich Einlass, Beginn und Rückfahrt anders gestalten als bei einer regulären Nacht.
Die Programmstruktur folgt dem Lärmschutz: Outdoor spielt tagsüber, Indoor übernimmt die Nacht.
Welche Reihe passt zu welchem Abend?
Wer gezielt nach Techno Partys in Starnberg sucht, sollte nicht nur nach dem Namen der Reihe gehen. Entscheidend ist, welche Art von Abend gewünscht ist.
HyPER DRiVE passt eher zu Besuchern, die klare Genreflächen und einen langen Spannungsbogen mögen. Der Wechsel vom Garten in den Innenraum gehört zum Erlebnis. Wer vor allem härtere elektronische Musik sucht, wird am HiTech-Floor eher fündig als bei einem Format mit vielen unterschiedlichen Stilrichtungen.
„Deep in Forest“ ist breiter angelegt. Das macht die Reihe interessant für Gruppen mit unterschiedlichen Vorlieben. Ein Teil der Gäste kann auf dem Techno-Floor bleiben, während andere zwischen House, Downtempo und Außenbereich wechseln. Dafür ist das Programm weniger auf eine einzige maximale Energiephase zugespitzt.
Bei beiden Reihen gilt: Die konkrete Ausgabe entscheidet. Namen, Bühnen und Spielzeiten können sich verändern. Ein Blick auf die aktuelle Ankündigung ist daher wichtiger als eine pauschale Erwartung an die Marke.
Logistik und Lärmschutz: Warum Starnbergs Raves ins Umland ausweichen
Starnberg verfügt über keinen zentralen Großraumclub im Stadtgebiet. Die nächstgelegene Großstadt mit dauerhaft dichter Club-Infrastruktur ist München, etwa 30 Kilometer entfernt. Im Fünfseenland hat sich stattdessen ein Modell entwickelt, bei dem einzelne geeignete Orte größere elektronische Veranstaltungen aufnehmen. Das Forsthaus Mühlthal ist dafür das wichtigste Beispiel.
Der erste Grund ist der Lärmschutz. Open-Air-Veranstaltungen können in einer Wohn- und Tourismusregion nicht einfach bis in die Morgenstunden mit unveränderter Lautstärke fortgesetzt werden. In der Praxis endet die Beschallung im Freien häufig früher, während der spätere Teil des Programms in geschlossenen Räumen stattfindet. Die genaue Regelung hängt von der Veranstaltung und ihrer Genehmigung ab. Eine allgemeingültige Uhrzeit lässt sich deshalb nicht für jeden Termin angeben.
Für die Veranstalter ist das kein rein technisches Problem. Der Wechsel von draußen nach drinnen muss dramaturgisch funktionieren. Wenn die Außenbühne bereits am frühen Abend endet, darf der Indoor-Floor nicht wie ein Notprogramm wirken. Erfolgreiche Formate planen diesen Übergang als Teil des Abends: Das Publikum wird vom offenen Garten in den kompakteren Clubraum geführt, während sich die Musik verdichtet.
Der zweite Faktor ist die kommunale Struktur. Starnberg ist vor allem Wohn- und Tourismusstandort. Das bedeutet nicht, dass es kein Nachtleben gibt. Es bedeutet aber, dass eine Großdiskothek im Zentrum mit anderen Interessen konkurrieren würde: Anwohner, Verkehr, Parkdruck, Lieferverkehr und die Nutzung des öffentlichen Raums. Ein Veranstaltungsort am Rand des Gemeindegebiets kann diese Konflikte teilweise entschärfen, auch wenn er dafür schlechter erreichbar ist.
Der dritte Faktor ist die Erschließung. Das Mühlthal liegt abseits der zentralen Bahn- und Fußwege. Die niedrigere Bebauungsdichte schafft Raum für größere Veranstaltungen, bringt aber eine Abhängigkeit von Shuttle, Taxi, Fahrgemeinschaften oder eigener Anreise mit sich. Genau hier unterscheidet sich ein Rave im Starnberger Umland von einer Nacht in München: Nicht der Clubausgang, sondern der Weg dorthin muss geplant werden.
Diese Rahmenbedingungen erklären, warum Nachtleben-im-Fünfseenland-Events häufig als Mischform auftreten. Der Tag gehört dem Außenbereich, der Abend dem Innenraum. Das Publikum bekommt Open-Air-Atmosphäre, ohne dass der Veranstalter die gesamte Nacht über dieselben Schallbedingungen aufrechterhalten muss.
Wer aus der Münchner Clubszene ein durchgängig lautes Nachtformat gewohnt ist, muss sich auf einen früheren Schnitt einstellen. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern die logische Folge des Standorts. Problematisch wird es nur, wenn Besucher mit falschen Erwartungen kommen und erst vor Ort feststellen, dass ihre bevorzugte Bühne schon geschlossen ist.
Der Shuttle-Service: Stressfreie Anreise vom Bahnhof Starnberg Nord
Die Anreise ist der kritische Punkt jeder Veranstaltung im Mühlthal. Das Forsthaus besitzt keine direkte S-Bahn-Haltestelle. Parkmöglichkeiten am Gelände sind begrenzt oder werden abhängig vom Event organisiert. Deshalb setzen die Veranstalter bei größeren Terminen auf einen Shuttlebus zwischen Bahnhof Starnberg Nord und dem Veranstaltungsort.
Die Fahrzeit beträgt ungefähr fünf Minuten. Bei einzelnen Veranstaltungen fällt für die Hin- und Rückfahrt ein kleiner zusätzlicher Betrag an; in der Vergangenheit lag dieser im Bereich von zwei bis drei Euro. Entscheidend sind die Angaben zur konkreten Ausgabe, denn Abfahrtszeiten, Ticketregelung und Betriebsdauer können variieren. Der Shuttle startet in der Regel vor dem Einlass und fährt nach Veranstaltungsende zurück. Wer erst spät ankommt oder früh gehen möchte, sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass jederzeit ein Bus bereitsteht.
Für Besucher ohne Auto ist der Shuttle eine naheliegende Option, aber nicht die einzige Möglichkeit. Der Bahnhof Starnberg Nord ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; von dort kann der Veranstaltertransfer genutzt werden. Alternativ kommen ein Taxi, ein Fahrdienst, eine organisierte Fahrgemeinschaft oder — abhängig von Wetter, Gepäck und genauer Route — der Weg zu Fuß infrage. Auch die Anreise mit dem eigenen Auto bleibt möglich, verlangt wegen der begrenzten Parkplätze jedoch mehr Planung.
| Anreiseweg | Fahrzeit oder Aufwand | Kosten | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|---|
| Shuttle ab Bahnhof Starnberg Nord | etwa fünf Minuten | je nach Event meist kleiner Zusatzbetrag | Abfahrtszeiten und letzte Rückfahrt vorab prüfen |
| Auto mit Parkplatzsuche | kurze Strecke, aber variabler Zeitaufwand | abhängig von Anreise und Parkregelung | Stellplätze am Forsthaus können begrenzt sein |
| Taxi oder Fahrdienst | abhängig von Startpunkt und Verkehr | individuell | Für die Rückfahrt frühzeitig organisieren |
| Fahrgemeinschaft | abhängig vom Treffpunkt | wird innerhalb der Gruppe geteilt | Rückfahrt und Fahrer vorher verbindlich klären |
| Zu Fuß ab Starnberg | deutlich längerer Weg | keine Fahrkosten | Nur bei passender Witterung und sicherer Rückwegplanung sinnvoll |
Der Shuttle entlastet die Veranstalter logistisch und reduziert den Parksuchverkehr im Mühlthal. Gleichzeitig ist er ein begrenzender Faktor für die späte Anreise. Wer den letzten Bus verpasst, braucht ein Taxi, einen Fahrdienst, eine Fahrgemeinschaft oder ein eigenes Fahrzeug. Nach Veranstaltungsende kann die Nachfrage außerdem gleichzeitig ansteigen. Ein kurzer Weg auf dem Papier bedeutet dann nicht automatisch, dass die Rückfahrt ohne Wartezeit funktioniert.
Die genaue Haltestelle, der Fahrplan und die Frage, ob ein separates Shuttle-Ticket benötigt wird, werden veranstalterseitig kommuniziert. Diese Informationen sollten vor dem Event geprüft werden. Besonders bei Open-Airs lohnt es sich, die Rückfahrt nicht erst nach dem letzten Set zu organisieren. Wenn das Programm wetterbedingt verlegt wird oder sich die Schlusszeit ändert, kann auch der Shuttleplan angepasst werden.
Praktische Hinweise für die Anreise
1. Vor dem Kauf die Verkehrsinformationen prüfen. Auf der Veranstaltungsseite oder im jeweiligen Event-Portal sollten Haltestelle, Betriebszeiten und Preis des Shuttles genannt sein.
2. Die letzte Rückfahrt notieren. Ein Screenshot auf dem Telefon ist sinnvoller, als sich später auf eine instabile Verbindung oder die Erinnerung zu verlassen.
3. Eine zweite Option vorbereiten. Taxi, Fahrdienst oder Fahrgemeinschaft sind besonders dann wichtig, wenn die Veranstaltung bis spät in die Nacht läuft.
4. Bei der Autofahrt nicht nur die Hinfahrt planen. Begrenzte Parkflächen und Abreiseverkehr können den Aufwand nach Ende des Events erhöhen.
5. Wetter und Schuhwerk ernst nehmen. Bei Open-Airs gehören Regen, aufgeweichte Wege oder ein Temperaturwechsel zur realistischen Planung.
6. Nicht auf eine spontane Rückfahrt vertrauen. Wer mit mehreren Personen unterwegs ist, sollte vorher festlegen, ob alle gemeinsam zurückfahren oder sich die Gruppe nach dem letzten Set aufteilt.
Die Anreise gehört bei Raves im Starnberger Umland zum Format. Wer sie berücksichtigt, erlebt den Standort als gut organisierte Alternative zur Stadt. Wer sie ignoriert, kann einen starken Abend mit einer unnötig komplizierten Rückfahrt beenden.
Alternativen im Fünfseenland: Der Saustall in Bernried als Geheimtipp
Wer im Mühlthal nicht fündig wird oder ein anderes Programm sucht, muss das Fünfseenland nicht verlassen. Eine Adresse taucht in der regionalen Diskussion regelmäßig auf: der Saustall Nachtclub in Bernried am Starnberger See.
Bernried liegt etwa 15 Kilometer westlich von Starnberg, ebenfalls am Seeufer und ebenfalls in einer Region, die von Wohnen und Tourismus geprägt ist. Der Saustall ist keine direkte Konkurrenz zum U-124. Er steht für ein anderes Format: kleinere Kapazität, wechselnde Programmierung und eine intimere Clubatmosphäre.
Das kann gerade dann interessant sein, wenn im Mühlthal ein großes Event ausverkauft ist oder ein kompakterer Abend gesucht wird. In einem kleineren Club verändert sich die Beziehung zwischen Publikum, DJ und Raum. Es gibt weniger parallele Flächen, weniger Ausweichmöglichkeiten und meist auch weniger Distanz zwischen den einzelnen Gruppen im Raum. Wer das große Open-Air-Gefühl sucht, wird dort nicht dieselbe Struktur vorfinden. Wer lieber auf einem überschaubaren Floor bleibt, kann Bernried als Alternative schätzen.
Die Programmstruktur ist weniger kontinuierlich dokumentiert als bei den etablierten Mühlthal-Reihen. Es handelt sich nicht um eine einzige, klar durchgetaktete Eventserie, sondern um einen Club mit wechselnden Veranstaltern und DJs. Das macht die Adresse weniger planbar, eröffnet aber auch die Chance auf Abende, die nicht nach dem bekannten Großformat funktionieren.
Für die Anreise gilt dasselbe Prinzip wie im Mühlthal: Die Entfernung allein sagt wenig über den tatsächlichen Aufwand aus. Vor dem Ticketkauf sollten Öffnungszeiten, Rückfahrt und die konkrete Veranstaltung geprüft werden. Eine kleinere Location bedeutet nicht automatisch, dass der Heimweg einfacher ist.
Wer in Starnberg nicht nur im Mühlthal feiern will, muss bereit sein, ungefähr 15 Kilometer nach Bernried zu fahren.
München als dritte Spur
Für München-orientierte Besucher bleibt zusätzlich das klassische Programm der Münchner Clubszene. Die Fahrt von Starnberg in die Innenstadt dauert je nach Verkehrslage und Verkehrsmittel ungefähr 30 bis 50 Minuten. Das ist kein Geheimtipp, aber eine belastbare Ausweichroute, wenn im Mühlthal kein passender Termin stattfindet, eine Veranstaltung ausfällt oder das Programm nicht zur eigenen Musikvorliebe passt.
Für Fans von Club-Events im Münchner Umland ist Starnberg trotzdem nicht bloß ein Ersatz für München. Die Veranstaltungen funktionieren anders. Sie verbinden die größere Fläche des Forsthauses mit einer offenen Umgebung und müssen stärker auf Tageszeit, Wetter und Lärmschutz reagieren. Genau daraus entsteht ihr eigener Charakter.
Auch im weiteren Feld der elektronischen Musik in Bayern sind diese Unterschiede relevant. Ein Rave besteht nicht nur aus Genrebezeichnung und Headliner. Location, Raumwechsel, Anreise und zeitliche Begrenzung prägen die Erfahrung mindestens ebenso stark. Das Mühlthal ist dann besonders überzeugend, wenn man diese Bedingungen nicht als Einschränkung eines Münchner Clubabends bewertet, sondern als Teil eines regionalen Formats.
Fazit
Die Starnberger Rave-Szene ist ein Nischenmarkt mit klarer Fokussierung. Ein zentraler Veranstaltungsort, zwei prägende Reihen und eine Anreise, die bei größeren Terminen über den Bahnhof Starnberg Nord und den Shuttle organisiert wird. Wer im Fünfseenland Techno hören will, hat damit mehrere Wege: das Forsthaus Mühlthal als wichtigsten Knoten, den Saustall in Bernried als kleinere Alternative oder München als Ausweichziel mit entsprechendem Zeitaufwand.
Das Forsthaus Mühlthal ist vor allem wegen seiner Kombination aus Basement, Außenfläche und Rooftop interessant. HyPER DRiVE setzt auf die Trennung von Techno und HiTech und auf lange Day-to-Night-Abläufe. „Deep in Forest“ öffnet das Spektrum stärker in Richtung Deep House, Techhouse und Downtempo. Beide Reihen zeigen, wie elektronische Veranstaltungen im Umland funktionieren können, ohne eine innerstädtische Großraumdiskothek zu kopieren.
Die offene Variable bleibt die behördliche und organisatorische Seite. Lärmschutz, Wetter, Genehmigungen und Shuttlezeiten können den Ablauf einer Veranstaltung beeinflussen. Wer kurzfristig die aktuellen Ankündigungen prüft und für die Rückfahrt mehr als eine Möglichkeit einplant, ist im Vorteil. Für alle anderen bleibt die wichtigste Erkenntnis einfach: Starnbergs Raves sind erreichbar, aber sie verlangen etwas mehr Logistik als eine Nacht direkt an der nächsten U-Bahn-Station.