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Ticket-Zweitmarkt: So schützen Sie sich vor Betrug beim Kauf

Ein Ticket für ein Open-Air am Starnberger See ist schnell gekauft – und ebenso schnell wird aus dem geplanten Festivalwochenende eine teure Enttäuschung.

Ticket-Zweitmarkt: So schützen Sie sich vor Betrug beim Kauf

Besonders auf dem Ticket-Zweitmarkt sehen Angebote zunächst oft seriös aus: ein plausibler Preis, ein ordentlich gestaltetes Ticket, vielleicht sogar ein freundlicher Kontakt mit dem Verkäufer. Ob die Karte tatsächlich gültig ist, ob sie auf deinen Namen ausgestellt werden darf und ob am Ende noch hohe Gebühren dazukommen, zeigt sich dagegen häufig erst spät.

Gerade bei Festivals, Sommerpartys und Open-Air-Konzerten in Starnberg und im Fünfseenland ist die Nachfrage oft größer als das offizielle Kartenkontingent. Dann tauchen Tickets auf Zweitmarkt-Plattformen, in sozialen Netzwerken oder auf Kleinanzeigen-Portalen auf. Der Ticket-Zweitmarkt kann in Einzelfällen eine Möglichkeit sein, eine ausverkaufte Veranstaltung doch noch zu besuchen. Er ist aber kein geschützter Raum. Wer Ticket-Zweitmarkt-Betrug in Starnberg vermeiden möchte, muss deshalb nicht nur auf den Preis schauen, sondern auf den gesamten Weg vom Angebot bis zum Einlass.

Das Milliardengeschäft mit dem Risiko

Der weltweite Markt für den Weiterverkauf von Eintrittskarten wird nach Angaben der FEAT Alliance und TicketSwap auf rund 13 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Wo so viel Geld bewegt wird, finden sich neben privaten Verkäufern auch gewerbliche Anbieter, automatisierte Verkaufsmodelle und Plattformen, deren Gebührenstruktur für Käufer erst spät sichtbar wird. Dokumentierte Preisaufschläge von 250 Prozent und mehr zeigen, wie weit sich ein Zweitmarktpreis vom ursprünglichen Ticketpreis entfernen kann.

Das allein macht ein Angebot noch nicht automatisch illegal oder gefälscht. Ein privater Verkauf, bei dem jemand wegen Krankheit oder einer Terminänderung sein Ticket nicht nutzen kann, ist etwas anderes als ein systematischer Handel mit Karten. Für dich als Käuferin oder Käufer ist diese Unterscheidung online allerdings nicht immer leicht zu erkennen. Ein professionell wirkendes Inserat sagt wenig darüber aus, ob das Ticket gültig ist und ob der Verkäufer tatsächlich darüber verfügen darf.

Bei Open-Airs kommt ein weiterer Punkt hinzu: Viele Veranstaltungen haben besondere Einlassbedingungen. Es gibt personalisierte Tickets, digitale Karten mit wechselnden QR-Codes, Altersvorgaben, separate Bändchenausgabe oder eine offizielle Ticketübertragung, die nur innerhalb des Veranstaltersystems funktioniert. Ein PDF im E-Mail-Postfach kann also echt aussehen und trotzdem am Eingang wertlos sein.

Ein günstiger Preis ist beim Ticket-Zweitmarkt kein Beweis für ein gutes Angebot – manchmal ist er nur der erste Hinweis darauf, dass du genauer hinsehen solltest.

Verbraucherschützer weisen seit Jahren auf typische Probleme hin. In einer Stichprobe der Verbraucherzentrale Bayern wurden 18 Ticketbörsen untersucht. Dabei waren gesetzliche Informationspflichten wie der ursprüngliche Ticketpreis oder Angaben zum Verkäufer bei vielen Anbietern nur unzureichend oder schwer auffindbar. Für den Kauf bedeutet das: Wenn du erst nach mehreren Bestellschritten erfährst, wer verkauft, welche Gebühren anfallen oder ob eine Rückgabe ausgeschlossen ist, hast du die entscheidenden Informationen zu spät erhalten.

Warum regionale Veranstaltungen besonders attraktiv für Betrüger sind

Bei einem großen Festival mit überregionaler Bekanntheit können sich Käuferinnen und Käufer oft auf viele Erfahrungsberichte, offizielle Kanäle und etablierte Weiterverkaufswege stützen. Bei einem kleineren Open-Air, einer Gartenparty in Oberbayern oder einer Veranstaltung rund um den Starnberger See ist die Informationslage manchmal dünner. Der Name des Events klingt lokal und persönlich, das Angebot wird in einer regionalen Gruppe geteilt – und genau dadurch entsteht schnell ein Vertrauensvorschuss.

Exakte Betrugszahlen speziell für den Landkreis Starnberg oder einzelne Open-Airs im Fünfseenland liegen nicht vor. Das heißt nicht, dass regionale Veranstaltungen automatisch sicherer oder gefährlicher sind. Es bedeutet schlicht, dass du dich bei der Prüfung nicht auf eine vermeintliche regionale Nähe verlassen solltest. Auch ein Verkäufer aus einer Starnberger Facebook-Gruppe bleibt zunächst eine unbekannte Person, solange die Übertragung nicht über einen offiziellen Weg erfolgt.

Personalisierte Tickets: Wenn der Name am Einlass entscheidet

Die größte praktische Falle beim Weiterverkauf sind personalisierte Eintrittskarten. Auf dem Ticket steht dann nicht nur der Veranstaltungsname, das Datum und ein QR-Code, sondern auch der Name der Person, für die die Karte ursprünglich ausgestellt wurde. Stimmen Ticketname und Ausweis beim Einlass nicht überein, kann der Zutritt verweigert werden – sofern keine offizielle Umschreibung erfolgt ist.

Das betrifft nicht nur große Festivals. Auch Open-Air-Konzerte, Tagesveranstaltungen und Partys können personalisierte Tickets nutzen, besonders wenn der Veranstalter den Weiterverkauf kontrollieren oder Missbrauch eindämmen möchte. Die konkrete Regel steht normalerweise in den Verkaufsbedingungen, im Kundenkonto oder im Hilfebereich des offiziellen Ticketshops. Ein Screenshot des Tickets ersetzt diese Prüfung nicht.

Beim Kauf solltest du deshalb drei Dinge auseinanderhalten:

  • Ein Ticket ist übertragbar: Der Veranstalter erlaubt die Weitergabe, ohne dass der Name geändert werden muss, oder kontrolliert die Personalisierung am Einlass nicht.
  • Ein Ticket ist umschreibbar: Der ursprüngliche Käufer kann die Karte über ein offizielles System auf dich übertragen, teilweise gegen eine Gebühr oder nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.
  • Ein Ticket ist personengebunden: Der Name muss mit dem Ausweis übereinstimmen, und eine private Weitergabe ist möglicherweise ausgeschlossen.

Eine Ausweiskopie der ursprünglichen Käuferin oder des ursprünglichen Käufers löst dieses Problem nicht zuverlässig. Sie beweist weder, dass du zur Nutzung berechtigt bist, noch ersetzt sie automatisch die offizielle Umschreibung im Ticketsystem. Veranstalter können außerdem aus Datenschutzgründen davon abraten, Ausweiskopien weiterzugeben. Für ein Open-Air-Ticket, das auf einen fremden Namen ausgestellt ist, solltest du daher nur bezahlen, wenn der offizielle Übertragungsweg geklärt ist.

Die entscheidenden Fragen vor dem Kauf

Bevor du bei einem privaten Angebot zusagst, sollten die Antworten auf diese Fragen eindeutig sein:

1. Ist das Ticket personalisiert?

2. Kann der Name offiziell geändert werden?

3. Wer muss die Umschreibung durchführen – der Verkäufer oder du selbst?

4. Gibt es dafür eine Frist?

5. Entstehen zusätzliche Kosten?

6. Erhältst du nach der Übertragung ein neues Ticket oder nur eine Bestätigung?

7. Was passiert, wenn der Veranstalter die Übertragung ablehnt?

Wenn der Verkäufer diese Fragen nicht beantworten kann oder dich mit einem Hinweis auf eine angebliche Einlassgarantie beruhigen möchte, ist Zurückhaltung der bessere Weg. Eine Garantie ist nur dann belastbar, wenn sie sich tatsächlich auf die konkreten Bedingungen dieser Veranstaltung bezieht. Das Oberlandesgericht München hat in einem rechtskräftigen Urteil klargestellt, dass ein Ticketanbieter nicht mit einer Ticketgarantie werben darf, wenn bei personalisierten Karten der Zugang nicht sicher gewährleistet werden kann. Außerdem muss Viagogo künftig die Identität gewerblicher Händler offenlegen.

Das Urteil macht nicht jedes Angebot auf einer Zweitmarkt-Plattform automatisch unwirksam. Es zeigt aber, wie wichtig präzise Aussagen sind. Eine Formulierung wie „Einlass garantiert“ klingt beruhigend, beantwortet aber nicht die Frage, ob dein Name am Eingang akzeptiert wird.

Versteckte Gebühren: Der Preis steht oft erst am Ende fest

Beim Ticketkauf auf dem Zweitmarkt ist der angezeigte Betrag nicht immer der Endpreis. Plattformen können Service-, Vermittlungs- oder Bearbeitungsgebühren erheben, die erst im späteren Verlauf auftauchen. Teilweise werden die Aufschläge erst dann vollständig sichtbar, wenn bereits persönliche Daten eingegeben wurden und der Kauf beinahe abgeschlossen ist.

Das ist psychologisch geschickt: Wer mehrere Schritte durchlaufen, einen Termin organisiert und vielleicht schon die Anreise geplant hat, bricht den Kauf weniger leicht ab, wenn plötzlich zusätzliche Kosten erscheinen. Für dich sollte der entscheidende Betrag deshalb immer die letzte Bestellübersicht sein – nicht die Zahl in der Suchliste und nicht der Preis, mit dem ein Angebot beworben wird.

Bei einem Festival-Ticket gehören außerdem mögliche Zusatzkosten in die Rechnung:

  • Service- und Vermittlungsgebühren der Plattform,
  • Kosten für die offizielle Namensänderung,
  • Versand- oder Zahlungsgebühren,
  • Aufpreise für kurzfristige Zustellung,
  • mögliche Gebühren für eine Rückabwicklung,
  • Kosten, die entstehen, wenn du wegen eines ungültigen Tickets ein Ersatzangebot kaufen musst.

Ein Ticket, das zunächst nur etwas teurer als der Originalpreis wirkt, kann dadurch deutlich über dem liegen, was du erwartet hast. Dokumentierte Preisaufschläge von 250 Prozent und mehr sind auf unregulierten Zweitmarktangeboten keine theoretische Randerscheinung. Je näher ein ausverkauftes Open-Air rückt, desto stärker kann der Preis durch Zeitdruck und Nachfrage steigen.

Originalpreis, Endpreis und Verkäuferangaben

Ein seriös dargestelltes Angebot sollte erkennen lassen, welchen ursprünglichen Preis die Karte hatte, welche Kategorie verkauft wird und wer als Verkäufer auftritt. Bei gewerblichen Anbietern gehören weitere Pflichtangaben dazu. Fehlen diese Angaben, stehen sie nur in schwer auffindbaren Bereichen oder werden erst nach Eingabe persönlicher Daten angezeigt, spricht das gegen Transparenz.

Das gilt auch für Angebote, die mit besonders professionellen Bildern arbeiten. Ein Logo des Festivals, ein sauber gestaltetes Ticket und ein exakt formulierter Veranstaltungstext lassen sich kopieren. Sie sind kein Nachweis für die Echtheit der Karte. Entscheidend ist, ob das Ticket über einen nachvollziehbaren Verkaufs- oder Übertragungsweg erworben wurde und ob der Veranstalter die Karte im System erkennen kann.

Wenn du den Gesamtpreis nicht vor Eingabe deiner Daten siehst, kannst du den Vorgang an dieser Stelle abbrechen. Du musst dich nicht rechtfertigen und auch keinen Kauf fortsetzen, nur weil bereits ein Benutzerkonto angelegt wurde. Beim Ticket-Zweitmarkt gehört die Möglichkeit, den Preis in Ruhe zu prüfen, zum grundlegenden Wohlfühlfaktor eines sicheren Kaufs.

Fake-Tickets bei Open-Airs erkennen

Gefälschte Tickets sind nur eine Variante des Betrugs. Ebenso problematisch sind bereits verwendete QR-Codes, mehrfach verkaufte PDF-Dateien, stornierte Bestellungen oder Karten, die zwar existieren, aber nicht auf die kaufende Person übertragen werden dürfen. Deshalb reicht es nicht, ein Ticket lediglich auf sichtbare Druckfehler zu untersuchen.

Einige Warnzeichen treten besonders häufig auf:

  • Der Verkäufer drängt auf eine sofortige Zahlung, weil angeblich viele weitere Interessenten warten.
  • Die Kommunikation findet ausschließlich über einen privaten Messenger statt.
  • Der Preis liegt auffällig weit unter dem offiziellen oder derzeit üblichen Preis.
  • Es gibt nur einen Screenshot statt einer nachvollziehbaren Bestell- oder Übertragungsbestätigung.
  • Der Verkäufer kann nicht erklären, ob das Ticket personalisiert ist.
  • Eine offizielle Umschreibung wird als unnötig oder angeblich generell unmöglich dargestellt.
  • Die Zahlung soll per nicht rückholbarer Methode erfolgen.
  • Der Name des Events, das Datum oder die Ticketkategorie stimmen in den Angaben nicht vollständig überein.
  • Der Verkäufer verschickt eine Datei, möchte aber keine weiteren Informationen zum ursprünglichen Kauf nennen.
  • Auf der Plattform werden Gebühren, Verkäuferdaten oder der Originalpreis nur versteckt angezeigt.

Keines dieser Anzeichen beweist allein, dass ein Ticket gefälscht ist. Mehrere Punkte zusammen ergeben aber ein Muster, bei dem du nicht auf dein Glück vertrauen solltest. Besonders riskant ist die Kombination aus Zeitdruck, fehlender Umschreibung und einer Zahlung ohne wirksamen Käuferschutz.

Der QR-Code ist kein Echtheitszertifikat

Viele Käuferinnen und Käufer konzentrieren sich auf den QR-Code, weil er am Einlass gescannt wird. Ein sichtbarer Code bedeutet jedoch nicht, dass die Karte gültig ist. Ein echter QR-Code kann kopiert, mehrfach angeboten oder bereits verwendet worden sein. Bei digitalen Tickets kann sich der gültige Code außerdem verändern oder an ein Benutzerkonto gebunden sein.

Auch die Datei selbst kann täuschen. Ein PDF mit dem Namen des Festivals, einem Datum und einer Ticketnummer sieht plausibel aus, sagt aber nicht, ob die Karte storniert wurde oder ob der Veranstalter sie einer anderen Person zugeordnet hat. Bei personalisierten Tickets bleibt der Name zusätzlich eine zentrale Einlassbedingung.

Die sicherste Variante ist deshalb ein offizieller Weiterverkauf innerhalb des Systems des Veranstalters oder des ursprünglichen Ticketshops. Dort kann die Karte – sofern der Veranstalter dies anbietet – entwertet, neu ausgestellt oder eindeutig auf die nächste Person übertragen werden. Bei privaten Verkäufen sollte mindestens geklärt sein, wie der Veranstalter die Gültigkeit und Übertragbarkeit behandelt. Eine bloße Zusicherung des Verkäufers reicht dafür nicht.

Ein QR-Code zeigt, wo gescannt wird. Er beantwortet nicht automatisch die Frage, wer eintreten darf.

Seriöse Ticketbörsen und offizielle Wege

Beim Vergleich von Ticketbörsen für Bayern lohnt sich ein Blick auf die Rolle der Plattform. Vermittelt sie lediglich Kontakte zwischen Privatpersonen? Kauft sie Tickets selbst ein und verkauft sie weiter? Gibt es eine vom Veranstalter akzeptierte Resale-Funktion? Und welche Unterstützung erhältst du, wenn die Karte am Einlass abgelehnt wird?

Ein offizieller Wiederverkaufsweg ist in der Regel daran zu erkennen, dass er vom Veranstalter, dem Veranstaltungsort oder dem ursprünglichen Ticketanbieter verlinkt oder ausdrücklich genannt wird. Die Plattform sollte außerdem klar beschreiben, wann ein Ticket übertragen wird, wie die Personalisierung funktioniert und welche Bedingungen für Rückerstattung oder Ersatz gelten. Eine allgemeine Werbeaussage über Sicherheit ersetzt diese konkreten Informationen nicht.

Für ein Open-Air in Starnberg kannst du in dieser Reihenfolge vorgehen:

1. Den offiziellen Ticketshop aufrufen. Suche die Veranstaltung nicht nur über einen Zweitmarkt, sondern zunächst über die Website des Veranstalters, des Veranstaltungsorts oder des Festivals.

2. Die Verkaufsbedingungen lesen. Achte auf Personalisierung, Übertragbarkeit, Umschreibefristen und mögliche Einlasskontrollen.

3. Nach einem offiziellen Resale suchen. Wenn der Veranstalter eine Weiterverkaufsfunktion anbietet, ist sie dem privaten PDF-Versand vorzuziehen.

4. Den Endpreis vergleichen. Stelle Originalpreis, Gebühren und mögliche Umschreibekosten gegenüber.

5. Verkäuferangaben prüfen. Bei gewerblichen Angeboten sollten Identität und Pflichtangaben nicht versteckt sein.

6. Zahlungs- und Rückabwicklungsbedingungen lesen. Entscheidend ist, was passiert, wenn die Karte ungültig ist oder der Zutritt verweigert wird.

7. Nach dem Kauf alle Nachweise sichern. Speichere Bestellbestätigung, Übertragungsbestätigung, Kommunikation und Zahlungsbeleg.

Das kostet etwas Zeit, kann dir aber am Veranstaltungstag einen langen Rückweg und zusätzliche Ausgaben ersparen. Gerade bei Outdoor-Partys und Festivals ist der Einlass häufig nur ein Teil der Organisation: Anreise, Parken, Shuttle, Wetter und Unterkunft hängen daran, dass du tatsächlich hineinkommst. Ein unsicheres Ticket bringt den gesamten Plan ins Wanken.

Was bei privaten Angeboten anders ist

Private Verkäufe sind nicht grundsätzlich verboten oder automatisch unseriös. Jemand kann sein Ticket wegen Krankheit, einer kurzfristigen Dienstreise oder einer veränderten Planung weitergeben wollen. Der Unterschied liegt darin, ob der Verkauf nachvollziehbar und regelkonform abläuft.

Ein plausibles privates Angebot enthält idealerweise die wesentlichen Informationen zur Veranstaltung, zur Ticketkategorie und zur Übertragbarkeit. Der Verkäufer sollte bereit sein, die offizielle Umschreibung gemeinsam durchzuführen, statt nur eine Datei weiterzuleiten. Bei einem persönlichen Treffen kannst du zwar den Ausweis der anderen Person sehen, doch auch das ersetzt keine Prüfung im Ticketsystem. Der Name des ursprünglichen Käufers allein berechtigt dich nicht automatisch zum Einlass.

Vorsicht gilt bei Anzahlungen und bei Zahlungen außerhalb von Plattformen. Wenn ein Verkäufer den Schutzmechanismus einer Plattform umgehen möchte, weil dort angeblich unnötige Gebühren anfallen, verschiebt sich das Risiko vollständig zu dir. Eine Überweisung oder eine nicht rückholbare Zahlungsart kann später kaum korrigiert werden. Auch ein Chatverlauf ist kein Ersatz für einen funktionierenden Käuferschutz.

Wenn ein Angebot bereits beim Lesen unangenehm kompliziert wirkt – etwa weil der Verkäufer mehrere widersprüchliche Erklärungen zur Personalisierung gibt, den Preis kurzfristig verändert oder dich zu einer schnellen Entscheidung drängt –, darfst du es einfach lassen. Bei einem ausverkauften Event ist die Versuchung groß, jede Gelegenheit zu ergreifen. Ein verpasstes Open-Air ist jedoch ärgerlich; ein ungültiges Ticket plus Anreise- und Übernachtungskosten ist deutlich teurer.

Wenn der Einlass trotzdem verweigert wird

Wird ein Ticket am Eingang abgelehnt, solltest du dir den Grund möglichst konkret nennen lassen. Handelt es sich um einen bereits verwendeten QR-Code, einen falschen Namen, eine ungültige Ticketkategorie oder eine technische Störung? Bitte – sofern möglich – um eine schriftliche Bestätigung oder notiere den Ablauf direkt vor Ort. Bewahre das Ticket, die Zahlungsbestätigung und die gesamte Kommunikation mit dem Verkäufer auf.

Bei einem Kauf über eine Plattform solltest du den dort vorgesehenen Reklamationsweg nutzen und die Fristen beachten. Bei einem privaten Verkauf hängt das weitere Vorgehen stärker von den Umständen des Einzelfalls ab. Eine Anzeige oder rechtliche Beratung kann bei einem konkreten Betrugsverdacht sinnvoll sein, ersetzt aber nicht die vorherige Prüfung. Das Geld zurückzubekommen ist meist schwieriger, als einen zweifelhaften Kauf rechtzeitig abzulehnen.

Für die Planung deines Festivalwochenendes gehört deshalb nicht nur die klassische Packliste ins Gepäck, sondern auch eine kleine digitale Ordnung: die offizielle Bestellbestätigung, der Nachweis der Umschreibung, die Bedingungen zur Veranstaltung und die Kontaktdaten des Veranstalters. Nicht als Misstrauensritual, sondern weil ein entspannter Einlass davon abhängt, dass du im Zweifel schnell zeigen kannst, welche Karte du gekauft hast und wie sie auf dich übertragen wurde.

Der sichere Weg zum Open-Air am Starnberger See

Wenn du ein Festival, eine Outdoor-Party oder ein Open-Air-Konzert in Starnberg besuchen möchtest, bleibt die beste Reihenfolge überschaubar: zuerst beim offiziellen Anbieter suchen, dann die Übertragungsregeln lesen und erst danach über einen Zweitmarkt nachdenken. Der Originalpreis ist dabei nur ein Teil der Entscheidung. Ebenso zählen der Name auf dem Ticket, der Endpreis, die Identität des Verkäufers und die Frage, wer bei Problemen Verantwortung übernimmt.

Seriöse Ticketbörsen können eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn sie transparent arbeiten und vom Veranstalter akzeptiert werden. Private Angebote können funktionieren, wenn die Weitergabe offiziell möglich ist und nicht nur auf dem Versprechen einer unbekannten Person beruht. Der entscheidende Unterschied liegt nicht darin, ob ein Ticket online weiterverkauft wird, sondern ob der gesamte Vorgang nachvollziehbar bleibt.

So bleibt am Ende mehr Zeit für die angenehmen Dinge: wetterfeste Kleidung, bequeme Schuhe, eine gut sortierte Packliste und einen Rückzugsort für den Moment, in dem die Musik, die Menschenmenge oder die Sonne eine Pause verlangt. Beim Ticketkauf selbst darfst du genauso fürsorglich mit dir umgehen. Wenn Preis, Herkunft und Einlassbedingungen nicht klar sind, ist ein Nein kein Verlust, sondern die vernünftigste Entscheidung für ein stressfreies Festivalwochenende.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob ein Ticket personalisiert ist?
Die konkreten Regelungen zur Personalisierung finden sich in den Verkaufsbedingungen, im Kundenkonto oder im Hilfebereich des offiziellen Ticketshops der jeweiligen Veranstaltung.
Was bedeutet es, wenn ein Ticket umschreibbar ist?
Bei einem umschreibbaren Ticket kann der ursprüngliche Käufer die Karte über ein offizielles System des Veranstalters auf eine andere Person übertragen, wobei hierfür oft Gebühren anfallen oder Fristen gelten.
Ist eine Ausweiskopie des ursprünglichen Käufers beim Einlass ausreichend?
Nein, eine Ausweiskopie löst das Problem der Personalisierung nicht zuverlässig, da sie weder die Berechtigung zur Nutzung beweist noch die offizielle Umschreibung im Ticketsystem ersetzt.
Warum sind regionale Veranstaltungen für Betrüger attraktiv?
Bei kleineren, regionalen Veranstaltungen ist die Informationslage oft dünner als bei großen Festivals, wodurch ein falscher Vertrauensvorschuss entsteht, wenn Angebote in lokalen Gruppen geteilt werden.
Wann sollte ich einen Ticketkauf auf einer Plattform abbrechen?
Ein Kauf sollte abgebrochen werden, wenn der Gesamtpreis inklusive aller Gebühren nicht vor der Eingabe persönlicher Daten ersichtlich ist oder der Verkäufer keine klaren Angaben zur Personalisierung und Übertragbarkeit machen kann.

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